Tokio Reisebericht – Diese japanische Stadt macht einen einfach sprachlos

Tokio - Kirschblütenfest

Tokio, die japanische Metropole, war der Start- und Endpunkt unserer Rundreise durch Japan. In unserem Tokio Reisebericht möchten wir euch die Hauptstadt von Japan näher vorstellen, euch zeigen wie teuer oder auch günstig eine Japan Reise sein kann, was man in Tokio unbedingt gemacht haben muss und was diese Stadt so unglaublich wunderschön macht. Wir können euch jetzt schon sagen, dass euch Tokio bzw. ganz Japan einfach sprachlos machen wird.

Mit welchen Kosten muss man rechnen ?

Tokio gilt als ein besonders teures Reiseziel und wir haben lange hin und her gerechnet und geschaut, ob wir uns Tokio bzw. eine Rundreise durch Japan überhaupt leisten können. Eine Übersicht über Kosten für Essen, Trinken, Hotels, Nahverkehr und vielen Spartipps haben wir im Artikel „Wie teuer ist Tokio ?“ genau zusammengefasst. Der Artikel ist wirklich zu empfehlen, weil wir euch da viele Tipps zum sparen geben.

Anreise – Wie teuer ist ein Flug nach Japan ?

AirChina
AirChina

Der wohl größte Kostenfaktor ist der Flug von Deutschland nach Tokio, jedoch besteht auch hier gleichzeitig das größte Sparpotential. Wir haben sehr lange nach günstigen Flügen gesucht und leider ist es so, dass besonders Direktflüge ohne Zwischenlandung gut und gerne mal mehr als 1.000 Euro pro Person kosten. Von München fliegt z.B. die japanische Airline ANA innerhalb von knapp 12 Stunden direkt nach Tokio. Günstiger wird es, wenn man einen Flug mit Zwischenlandung bucht, z.B. mit AirChina oder über die arabischen Airlines, wie Emirates oder Etihad. Ein weiterer Kostenfaktor ist der Zielflughafen in Tokio, da die Metropole gleich über 2 Flughäfen verfügt und die Kosten etwas abhängig vom Zielflughafen sind. Der Narita Airport ist etwas weiter weg von Tokio, jedoch mit dem Zug sehr gut an die Stadt angebunden. Der Flughafen Haneda ist näher an Tokio, jedoch kosten die Flüge nach Haneda oft deutlich mehr.

Spartipps- Flexibel sein und die Preise genau vergleichen

Wir haben uns am Ende für einen Flug mit AirChina von München nach Peking und dann weiter nach Tokio Narita entschieden. In Peking hatten wir knapp 4 Stunden Aufenthalt und der Rückflug ging wieder von Tokio Narita aber diesmal nach Shanghai und dann weiter nach München. Der Aufenthalt von 4 Stunden hört sich lang an, war am Ende aber halb so wild. Zum einen dauert es, bis man überhaupt aus dem Flugzeug kommt, dann muss man wieder einchecken. Wir haben einen Kaffee getrunken am Flughafen, jeder eine halbe Stunde geschlafen und dann ging es auch schon wieder ins Flugzeug.

Flugkosten nach Tokio
Flugkosten nach Tokio

Wir sind Mitte April nach Japan geflogen, also zur japanischen Kirschblüte und einer der Hauptreisezeiten und haben knapp 665 EUR pro Person für Hin- und Rückflug gezahlt. Unseren Flug haben wie über die Plattform momondo.de* gefunden und direkt gebucht. Vom Flughafen Narita kommt man für knapp 10 Euro mit dem Zug nach Tokio bzw. direkt bis zum Hotel.

Wo sollte man in Tokio übernachten ? Unsere Suche nach einem Hotel

Apa Hotel Sugamo Tokio
Apa Hotel Sugamo Tokio

Nach der Buchung vom Flug war die Suche nach einem guten, günstigen und zentralen Hotel die nächste Herausforderung, der wir uns stellen mussten. Tokio ist gigantisch und wir wussten zuerst überhaupt nicht, in welchem Stadtteil wir suchen sollen. Wir wollten ein Hotel buchen, welches möglichst zentral ist, aber dennoch ruhig und wo wir nicht ständig in einer vollen U-Bahn stehen. Irgendwann sind wir auf das Apa Hotel im Tokioter Stadtteil Sugamo gestoßen und haben uns in dieses Hotel verliebt, möchten das Hotel daher auch gerne empfehlen(bei Expedia buchen*). Es befindet sich in der Nähe der Yamanote Line, mit der man viele Sehenswürdigkeiten erreicht, es gibt viele Restaurants, Geschäfte und Märkte in der Nähe.

Apa Hotel Sugamo - Preisübersicht
Apa Hotel Sugamo – Preisübersicht

Das Hotel war mit knapp 80 Euro pro Nacht im Doppelzimmer für 2 Personen relativ günstig. Von den 80 Euro muss man noch knapp 20 Euro abziehen, da wir versehentlich das Frühstück mitgebucht haben.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Tokio

Tempel in Tokio
Tempel in Tokio

Es ist wirklich nicht einfach über die Sehenswürdigkeiten in Tokio zu schreiben. Es gibt unglaublich viele Tempel, Schreine, Attraktionen, Kuriositäten und sogar ganze Stadtteile, welche sehenswert sind. Wir haben wirklich viele Sehenswürdigkeiten besichtigt und waren überrascht, wie voll es bei manchen Attraktionen war oder aber leer. Anfangen wollen wir mit einer Attraktion, welche jährlich tausende Touristen nach Japan reisen lässt und wegen der auch wir in Japan waren – Dem japanischen Kirschblütenfest.

Sakura – Das japanische Kirschblütenfest

Hanami - Kirschblütenfest in Tokio
Hanami – Kirschblütenfest in Tokio

Es ist wohl eines der wenigen weltweit bekannten japanischen Feste und zwar die Kirschblüte in Japan. In Japan wird das Fest als Hanami (japanisch 花見) bezeichnet, was in etwa „Blüten betrachten“ bedeutet bzw. Sakura (japanisch 桜). Es ist eine der Hauptreisezeiten in Japan, die Hotels ziehen die Preise oft an und trotzdem wollten wir seit Jahren einmal die japanische Kirschblüte erleben. Das größte Problem bei der Planung ist das Timing, da die Kirschblüte nur wenige Tage im Jahr blüht und dann auch noch immer zu unterschiedlichen Zeiten. Wir hatten viel Glück und konnten das Fest live erleben in voller Blüte.

Die Bedeutung vom Sakura Fest in Japan

In Japan hat die Kirschblüte einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt sogar eine offizielle Seite der Japan Meteorological Corporation, auf der eine Vorhersage der Blütezeit für unterschiedliche japanische Städte veröffentlicht wird. Wir haben geschaut, wann die Kirschblüte durchschnittlich immer blüht und dann einen Puffer von 5 Tagen eingeplant und es hat geklappt.

Der Kaiserpalast – Wohnsitz vom himmlischen Herrscher Tennō

Tokio Kaiserpalast
Tokio Kaiserpalast

Der Kaiserpalast in Tokio ist wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt, ähnlich wie das weiße Haus in den USA. Trotzdem würde ich den Kaiserpalast nicht als Sehenswürdigkeit bezeichnen und ein Besuch kann schon etwas enttäuschend sein. Für Besucher ist der Palast fast durchgehend geschlossen und offiziell gibt es nur 2 Termine, an denen Eintritt gewährt wird. Dies ist zum einen die Neujahrsansprache vom japanischen Kaiser am 2ten Januar und der Geburtstag vom amtierenden Kaiser, wo sich die Familie auf dem Balkon zeigt.

Tipp – Besucht den kaiserlichen Garten

Tokio - Garten im Kaiserpalast
Tokio – Garten im Kaiserpalast

Obwohl sich der Besuch nicht wirklich lohnt, werdet Ihr sicherlich trotzdem zum Kaiserpalast fahren, wie es auch bei uns der Fall war. Wir empfehlen euch daher den Besuch vom Kaiserpalast mit einem Besuch vom kaiserlichen Garten zu kombinieren. Es handelt sich um eine riesige Anlage mitten in Tokio, in der sich noch einige historische Gebäude befinden, welche einige hundert Jahre alt sind.

Nezu Jinja Shrine

Nezu Jinja Shrine
Nezu Jinja Shrine

Der Nezu Jinja Shrine ist tatsächlich etwas unbekannt, zählt jedoch in Tokio zum Kulturerbe. Wir würden diesen Shrine als kleinen Geheimtipp bezeichnen, da man fast keine Touristen vorfinden wird. Es handelt sich jedoch um den dritt wichtigsten Schrein in Tokio. Einige Bereich vom Schrein sind über 1.900 Jahre alt. Neben dem Schrein gibt es in der Anlage noch einen Azaleenen Garten, der besonders zur Blütezeit im April sehenswert ist.

Atago Shrine

Atago Shrine
Atago Shrine

Wie der Nezu Shrine, ist auch der Atago Shrine eine eher unbekannte Sehenswürdigkeit in Tokio. Jedoch ist die Geschichte von diesem Shrine besonders interessant. Vor einigen hundert Jahren soll der junge Samurai Magaki Heikurou mit seinem Pferd die Stufen innerhalb von einer Minute nach oben geritten sein. Als er wieder nach unten wollte, soll sein Pferd 45 Minuten gebraucht haben. Unten angekommen soll der Samurai bis zu seinem Tod nur noch Glück gehabt haben. Wer heute die Stufen rauf und runtergeht, der soll ebenfalls nur noch Glück im Leben haben, wie der junge Samurai Magaki Heikurou vor vielen Jahrhunderten.

Der Tokyo Tower – Ein Eiffelturm in Japan

Tokyo Tower
Tokyo Tower

Es ist wohl eine der skurrilsten Tokioter Sehenswürdigkeiten und zwar der Tokyo Tower. Eigentlich handelt es sich um einen rund 300 Meter hohen Radio- und Fernsehturm über den man 24 Programme empfangen kann. Der Tokyo Tower wird auch liebevoller der japanische Eiffelturm genannt, da der dem Original sehr ähnelt. Im Tokyo Tower gibt es zwei Aussichtsplattformen, auf 150 Meter und 220 Meter Höhe.

Der Fischmarkt in Tokio

Tokio Fischmarkt
Tokio Fischmarkt

Der Tokio Fischmarkt war tatsächlich ein Highlight unserer Reise nach Japan. Über Wochen habe ich mich gefreut, weil ich dort frisches Sushi essen wollte und es schmeckt einfach unglaublich gut. Die Auswahl an Fisch und Meerestieren ist scheinbar unendlich. Wir können euch daher nur den Tipp geben den Fischmarkt einmal zu besuchen. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass der historische Fischmarkt, der Tsukiji in Tokio, nicht mehr lange existieren wird und durch den Toyosu ersetzt wird.

Tipp - Geführte Tour durch den Fischmarkt

Buche eine geführte Tour durch den wohl größten Fischmarkt der Welt. Erkunde den Tsukiji-Außenmarkt in 3 Stunden und lerne die kulinarische Vielfalt der japanischen Küche kennen. Lerne den Tsukiji-Fischmarkt und Uogashi-Großhandelsmark kennen. Jetzt bei GetYourGuide* buchen.

Akihabara – Für alle Manga und Anime Fans

Akihabara
Akihabara

Es ist wohl der verrückteste Stadtteil von allen und wirklich sehenswert, Akihabara in Tokio. In diesem Stadtteil dreht sich wirklich alles um die Themen Manga und Anime. Es gibt gigantische Kaufhäuser, wo man über mehrere Etagen Manga Comics kaufen kann oder kleine Geschäfte, welche Spielzeug im Wert von mehreren tausend Euro verkaufen. Auch als nicht Manga-Fan wird man Spaß haben.

Tipp - Tokio: Akihabara Anime & Manga-Kultur Führung

Akihabara ist ein gigantischer Stadtteil mit vielen kleinen und großen Geschäften und Attraktionen. Diesen Stadtteil kannst du perfekt im Rahmen einer organisierten Tour entdecken, für ca. 30 Euro pro Person. Jetzt bei GetYourGuide* buchen.

Ryogoku – Der Sumo Stadtteil von Tokio

Sumo Ring in Tokio
Sumo Ring in Tokio

Der japanische Nationalsport Sumo zählt weltweit zu den bekanntesten Sportarten und dies obwohl er fast nur in Japan ausgeübt wird. Die Kämpfer, welche als Sumōtori oder Rikishi bezeichnet werden, sind in Japan echte Stars. Wer sich für den japanischen Sport interessiert, dem können wir den Sumo Stadtteil Ryogoku nur empfehlen. In diesem Stadtteil dreht sich alles um den Sport und die Geschichte dahinter.

Tipp - Sumo Demo inkl. Mittagessem

Du möchtest einen Sumo Kampf einmal hautnah erleben ? Dann buche diesen Ausflug inkl. Mittagessen. Jetzt bei GetYourGuide* buchen.

Von Tokio nach Kyoto – Günstig mit dem Bus

Willer Express - ZwischenstoppWiller Express - Zwischenstopp
Willer Express – Zwischenstopp

Nach einigen wundervollen Tagen in Tokio sollte es für uns weitergehen und zwar nach Kyoto. Knapp 450 Kilometer lagen vor uns und bereits aus Deutschland haben wir die Weiterfahrt geplant. Eine der ersten Optionen war der Shinkansen, der uns in knapp 2 1/2 Stunden von Tokio nach Kyoto gefahren hätte. Wir haben uns jedoch gegen den JR Rail Pass entschieden, daher war das Einzelticket für uns damals zu teuer.

Tipp - Ticket im voraus buchen

Der Shinkansen ist sicherlich die schönste und auch die schnellste Option, wenn man durch Japan reisen möchte. Tickets muss man immer im voraus buchen. Solltest du mit dem Shinkansen von Tokio nach Kyoto fahren wollen, dann kann Du dein Ticket bereits aus Deutschland bei bei GetYourGuide* buchen.

Wir haben uns daher für den Bus entschieden und zwar den Highway Express Bus von Willer Express ( https://willerexpress.com/ ). Wir haben für ein Ticket knapp 35 Euro bezahlt. Im Artikel „Wie kommt man günstig von Tokio nach Kyoto ?“ gehen wir etwas mehr auf den Anbieter und die Fahrt ein.

Wir arbeiten gerade an diesem Artikel :-)

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